Frettchen

Die Frettchen, die wir als Haustier kennen, sind aus dem ein-heimischen Iltis gezüchtet, welcher zur Familie der Marder gehört. Der Name Frettchen leitet sich wahrscheinlich vom Begriff „Pelztier“ ab. Bereits vor vielen Jahrhunderten wurde das Frettchen als Mäusejäger geschätzt und gehalten. Anfang der 80er Jahre hielten die Frettchen Einzug in unsere Haushalte und die Be­geisterung für dieses Haustier steigerte sich zunehmend bis zum heutigen Tag.

 

Ist ein Frettchen das richtige Haustier?

Sie sollten bei der Anschaffung Ihrer Frettchen berücksichtigen, dass die Tiere durchaus zehn Jahre alt werden können und Sie die Verantwortung für einen sehr aktiven Hausgenossen übernehmen. Frettchen passen genau zu Ihnen, wenn Sie sich jeden Tag 2 – 4 Stunden Zeit nehmen, um mit den Tieren zu spielen und sie zu beschäftigen. Außerdem müssen Sie über genügend Platz verfügen, da die Tiere ein großes Gehege und viel Auslauf benötigen. Frettchen sind für kleinere Kinder nicht unbedingt geeignet, aber mit ca. 15 Jahren können Ihre Kinder schon die Verantwortung dafür mit übernehmen.

 

Haltung

Ob Sie sich dabei für ein Pärchen oder für gleichgeschlechtliche Tiere entscheiden ist unerheblich. Frettchen sollten in jedem Fall kastriert werden, da Rüden einen sehr markanten Geruch mit Erreichen der Geschlechtsreife entwickeln und Fähen, wenn sie nicht gedeckt werden meist in die Dauerranz geraten und daran sterben können. Frettchen sind für bestimmte Virusinfe­k­tionen besonders empfänglich, Impfungen bieten einen vorbeugenden Schutz.

Unsere Tiere sind dem Alter entsprechend geimpft, entwurmt, gechipt und haben einen EU-Heimtierausweis.

 

Das Heim für Ihr Frettchen

Wenn Sie genügend Platz haben, sollten Sie das Frettchengehege möglichst groß anlegen. Eine Mindestgröße von 4 m2 bei zwei Tieren müssen Sie jedoch in jedem Fall einhalten, für jedes weitere Tier benötigen Sie 2 m2 mehr. Ihr Frettchen benötigt viel Bewegung und somit müssen Sie neben einem großen Gehege auch für reichlich Freilauf sorgen. Für das Futter und Wasser gehören jeweils ein Napf in das Gehege. Sie sollten jedem Tier sein eigenes Futternapf-Set geben, damit es nicht auf Grund von Futterneid zu Streitereien kommen kann. Schwere Futternäpfe aus Ton eigenen sich weitaus besser als leichte Kunststoffnäpfe, da diese beim wilden Toben der Tiere ständig durch das Gehege geworfen würden. Den Boden des Geheges dürfen Sie bei Frettchen nicht mit Einstreu füllen, da diese am Futter kleben bleiben und von den Tieren gefressen würde, was zu Erkrankungen führen könnte. Ein Kunststoffboden oder Fliesen sind ein optimaler Untergrund zur Frettchenhaltung. Zum Schlafen und um sich zurückziehen zu können, benötigen Ihre Frettchen einen geeigneten Unterschlupf. Hierzu stellen Sie entweder ein entsprechend großes Holz-Schlafhäuschen in das Gehege oder Sie hängen ein Frettchen-Stoffzelt oder eine Hängematte im Gehege auf. Hier können sich die Frettchem zusammenrollen und ganz in Ruhe schlafen. Frettchen sind reinlich und benutzen eine Toilette. Stellen Sie eine Frettchentoilette oder eine kleine Katzentoilette mit Holzstreu in eine Ecke des Geheges und Ihre Frettchen werden diese gerne benutzen, was Ihnen auch einige Arbeit beim Reinigen des Geheges erspart.

Spielzeug im Gehege Frettchen lieben Bewegung und Abwechslung. In Ihr Frettchengehege gehören also unbedingt Spielzeuge. Bieten Sie Ihren Tieren mittels Leitern, verschiedenen Ebenen usw. die Möglichkeit, sich ausgiebig auszutoben. Klettern, Springen und Rennen gehören zu den Leidenschaften Ihrer Frettchen. Bewegliche Spielzeuge, die Sie im Gehege aufhängen oder an den Wänden befestigen, sind eine optimale Ergänzung. Kleine Kratzbäume eignen sich auch gut.

 

Welches Futter ist das Richtige?

Sie sollten bei Ihren Frettchen immer feste Fütterungszeiten einhalten. Die Tiere gewöhnen sich sehr schnell an Ihre Mahlzeiten und warten schon immer darauf das Futter von Ihnen zu bekommen. Die natürliche Nahrungsgrundlage der Frettchen basiert auf fleischlicher Kost. Füttern Sie Ihr Frettchen dennoch nicht ausschließlich mit Fleisch, auch Gemüse wird gerne genommen. Besonders gut eignet sich Katzenfutter mit einem Proteingehalt von mindestens 30 %. Dieses kommt den Bedürfnissen der Frettchen sehr nahe. Außerdem bieten wir Ihnen auch spezielles Frettchenfutter an, das Sie sorglos verfüttern können. Gefrorene, aufgetaute Eintagsküken und Mäuse gehören ebenso auf den Speiseplan. Frettchen lieben außerdem süße Früchte wie zum Beispiel Bananen, Melonen, süße Äpfel und Birnen. Frisches Wasser können Sie entweder in einem Napf oder in einer Trinkflasche anbieten.

 

Auslauf in Wohnung und Garten

Ihr Frettchen benötigt täglich Auslauf. Damit es sicher in Ihrer Wohnung herumtoben kann, müssen Sie darauf achten, dass Ihre Wohnung „frettchensicher“ ist. Achten Sie darauf, dass sie nicht aus der Wohnung ausbrechen und sich nicht verletzen können. Sichern Sie Fenster, Balkon und Treppen, damit Ihre Frettchen nicht stürzen können. Auch heiße Herdplatten stellen eine Gefahr dar. Sichern Sie alle möglichen Gefahrenquellen ab und dem Freilauf in der Wohnung steht nun nichts mehr im Wege. Auch der Freilauf im Garten ist für Ihre Frettchen eine willkommene Abwechslung. Achten Sie darauf, dass das Frettchen nicht ausbricht und zäunen Sie ein weiträumiges Gelände für den Gartenfreilauf ein.

 

Spaziergänge

Mit Ihren zahmen Frettchen können Sie auch spazieren gehen. Legen Sie den Frettchen ein Geschirr und eine Leine an und einem Spaziergang steht nichts im Wege. Optimal ist es, wenn Sie Ihre Frettchen bereits als Jungtier an Geschirr und Leine gewöhnen. Frettchen müssen für Auslandsreisen einen EU-Heimtierausweis mit aktuellem Tollwutimpfstatus besitzen und gechipt sein.