Mechanische Reinigung

Wie Sie in den Ratgebern „Stickstoffkreislauf” und „Filterung im Aquarium” erfahren haben, gibt es verschiedenste Verfahren der Wasserreinigung. Die erste Stufe in jedem Filtersystem muss mechanisch sein, um zu verhindern, dass Grobschmutz weiter in das System eindringt. In der Aquaristik werden diverse Materialien zur mechanischen Reinigung benutzt.

 

Filterwatte

Das wahrscheinlich bekannteste Filtermaterial ist Watte. Man benutzt sie am besten in der letzten Kammer eines Filterbeckens, weil sie leicht auszutauschen und kostengünstig ist. Filterwatte, die nur mechanisch reinigen soll, muss ständig ausgetauscht werden. In einen Filter, in den CO2 eingeleitet wird, darf keine Filterwatte eingesetzt werden.

 

Kunstoffgeflecht

Ein weiteres altbekanntes mechanisches Filtermaterial ist ein grobes Kunststoffgeflecht, das z. B. von Eheim unter dem Namen Eheim Fix angeboten wird. Es kann in einem Topffilter als Vorreinigungstufe eingesetzt werden. Vorteilhaft ist die Wiederverwendbarkeit. Es muss allerdings bei jeder Filterreinigung gründlich ausgewaschen werden.

 

Schaumstoff

Auch grobporiger Schaumstoff lässt sich als mechanisches Filterelement verwenden. Durch die feine Struktur kann er aber nicht als Vorfilterstufe eingesetzt werden, da dann die Standzeit des Filters stark reduziert würde. Schaumstoff lässt allerdings auch noch andere Möglichkeiten der Filterung zu. Er kann im luftbetriebenen Innenfilter oder im Filterbecken auch als preiswertes „biologisches“ Filtermaterial eingesetzt werden. Bedenken muss man dabei, dass die Durchflussgeschwindigkeit sehr klein sein muss und die Stärke der Schaumstoffplatten 5 cm nicht überschreiten sollte. Nur so ist gewährleistet, dass sich Schmutzpartikel, die sich im Inneren des Schaumstoffs angesammelt haben, nicht zur Verstopfung des Systems führen, weil sie sich gut herausspülen lassen. Eine Spezialform dieser Schaumstoffplatten ist der Kohleschaumstoff. Dieses Medium wird bei der Herstellung mit Aktivkohle bedampft. Er sollte wie alle Kohlepräparate nicht zur Dauerfilterung eingesetzt werden.

 

Ton- oder Keramikröhrchen

Die „Mutter” aller Filtermaterialien ist das Ton- oder Keramikröhrchen. Es besteht aus inertem durchgebranntem Ton oder Keramik und ist röhrchenförmig. Durch die Schichtung im Filter bildet es kleine Hohlräume, in denen grobe Partikel hängen bleiben können. Tonröhrchen sind relativ lange haltbar. Ist die Durchflussgeschwindigkeit sehr hoch, kann es zur Zerstörung der Röhrchen durch Abrieb kommen.