Luftbetriebene  Filtersysteme

Die luftbetriebenen Filtersysteme eignen sich besonders für kleine Aquarien, Aufzucht- und Quarantäne­becken. Schwammfilter sind besonders bei der Aufzucht von Jungfischen geeignet, da diese nicht angesaugt werden.

 

Geringere Kosten

Die im Kapitel „Filterung“ beschriebenen Filtertypen werden alle über Kreisel­pumpen betrieben, die im Verhältnis zu Förder- und Filterleistung relativ viel Strom (bis zu 30 W) verbrauchen. Ein luftbetriebener Filter wird über eine Membran­pumpe betrieben, die durch geringeren Stromverbrauch deutlich günstiger ist. Zudem hat man ein stromführendes Gerät weniger im Aquarium. Membranpumpen bieten wir Ihnen in verschiedensten Ausführungen an. Hervorzuheben sind die hochwertigen JBL Membranpumpen und die Luftpumpen von Tetra sowie die Sera-Pumpen. Es gibt sie in verschiedenen Leistungsstufen. Für die Besitzer von Aquarienanlagen empfiehlt sich der Einsatz von mehreren „Luftfiltern“, die über eine große Luftpumpe zentral betrieben werden.  Die Luftfilter sind besonders für kleine Aquarien sowie für die Zucht von Fischen oder Garnelen besonders geeignet. Die Filterpatronen sind so fein und von der Oberfläche so groß, dass sich selbst die kleinsten Fische von dem Schwamm befreien können, auch die kurze Installationszeit spricht für einen Schwammfilter. Insbesondere für den Züchter besteht die Möglichkeit, bei der Fütterung die Luftzufuhr soweit runter zu regeln, dass der Filter zwar noch läuft, aber das Futter (z. B. Artemia) nicht angesaugt wird und daher die Futterdichte gehalten wird.

 

Wasserbewe­gungs­prinzip

Das „Wasserbewe­gungsprinzip“ ist bei allen luftbetriebenen Filtern gleich. In ein senkrecht stehendes Rohr wird unten Luft eingeleitet. Die Luftblasen eilen zur Wasseroberfläche und reißen dabei Wasser mit. Ein Durchfluss durch das Filtermaterial kommt zustande. Durch die Luftblasen wird das Wasser optimal mit Sauerstoff angereichert, die Mikroorganismen haben hervorragende Lebensbedingungen und können voll biologisch arbeiten.

 

Hamburger Mattenfilter

Der Mattenfilter, früher aus der Not geboren, gehört heute zu den Eckpfeilern der Aquaristik. So einfach dieser Filter aufgebaut ist, so genial ist seine Funktion beim richtigen Einsatz. Sie können mit dem Mattenfilter die Sogkraft pro cm2 auf ein Minimum reduzieren um kleinste Tiere zu schützen. Der Mattenfilter besteht aus der Filtermatte, der Halterung und einer Pumpe. Zwei U-Profil-Halter werden sich gegenüberliegend oder über Eck im Aquarium eingeklebt, die Filtermatte ins Profil geschoben und eine Pumpe dahinter eingesetzt. Diese sollte das 10- bis 14-fache des Mattenvolumens an Leistung haben. Natürlich kann man den Raum hinter der Matte auch noch nutzen, z.B. für einen Filternetzbeutel mit Torf oder Kohle. Die Matte selbst wird bis unten auf das Glas gesetzt, wodurch auch sehr langsam durchströmte Zonen entstehen, in denen sogar das algenverursachende Endprodukt Nitrat (NO3) über einen Zwischenschritt zu ungiftigen Stickstoff abgebaut werden kann. Wichtig zu wissen ist, dass der Mattenfilter ein biologischer Filter ist und zur mechanischen Reinigung des Aquariums nur bedingt geeignet ist. Daher liegt sein Stellenwert in der Zucht- und Garnelen-Aquaristik. Die Pflege der Matte beschränkt sich auf ein Absaugen der Matte mit Hilfe einer Mulmglocke im Zeitraum von 4 bis 6 Monaten.