Hygiene im Aquarium

Ein Aquarium benötigt Pflege, das steht außer Frage. Aber wieviel Pflegearbeiten muss man aufwenden und wie oft? Man unterscheidet bei Pflegearbeiten die „kosmetischen” Notwendigkeiten wie das Putzen der Aquarien­scheiben und die „Wartungsarbeiten”, die einer besseren Wasserqualität dienen.

 

Scheiben putzen

Den Fischen ist es wahrscheinlich ziemlich egal, ob und wie die Scheiben geputzt werden, aber wir möchten natürlich einen glasklaren Einblick in unser Aquarium. Die puristischste Methode ist sicherlich die mit der Hand im Aquarium, aber hierzu (und auch bei Pflegearbeiten mit einem Klingen- oder Filzreiniger mit Stiel) muss das Aquarium oben zugänglich sein oder zugänglich gemacht werden. Sicherlich keine optimale Lösung, denn bei einer Abdeckung betreibt man einen solchen Aufwand nicht alle Tage. Viel besser geeignet sind Algenmagnete, die im Aquarium verbleiben können und alle 2 – 3 Tage zum Einsatz kommen. Dann ist die Algenschicht noch dünn und kann problemlos entfernt werden.

 

Wasser wechseln

Die meisten Aquarien weisen einen viel stärkeren Fischbesatz auf, als es in natürlichen Gewässern der Fall ist. Endprodukte der Filter­ung sind z.B. Nitrat und Phosphat, die sich anreichern können. Ein regelmäßiger Wasserwechsel entfernt anfallende Schadstoffe bzw. verdünnt die Konzentrationen. Wir empfehlen einen  20 – 25  %   igen Wasserwechsel einmal pro Woche. Beim Wasserwechsel sollte auch gleich der Mulm abgesaugt und die oberste Bodenschicht gereinigt werden. Besonders gut funktioniert das Absaugen des Bodens mit einer Mulmglocke. Der Mulmsauger mit seinen seitlichen Wasser­eintrittschlitzen reinigt den Bodengrund nur ca. 1 cm tief und saugt durch die obere große Ansaugglocke nur Mulm und keinen Kies ab. Mulmsauger erhalten Sie verschiedensten Ausführungen von mechanisch bis elektrisch. Für Sandböden nicht geeignet!

 

Kahmhaut

Eine Kahmhaut besteht aus Bakterien und anderen Mikroorganismen, die durch zu hohe Nährstoffkonzentrationen an der Wasser­oberfläche optimal wachsen können. Vor allem entsteht sie dort, wo die Wasseroberfläche zu wenig bewegt ist. Eine Kahmhaut sieht nicht nur unschön aus, sie kann auch den Gasaustausch an der Oberfläche behindern. Eine stärkere Oberflächenbewegung kann Abhilfe schaffen, aber besonders empfehlenswert ist ein Oberflächenabzug auch Skimmer genannt. Über einen Außenfilter wird Oberflächenwasser samt Kahmhaut angesaugt (nun kann diese biologisch abgebaut werden). Der OFA Oberflächenabzug  mit automatischer Niveauregulierung und einstellbarem oberen und unteren Wassereinzug ist eine sehr gute Wahl. Der Oberflächenabsauger skim 350 von Eheim ist eine gute Alternative da er nicht an einen Filter angeschlossen werden muss.