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Herkunft des Frettchens Die Frettchen, die wir als Haustier kennen, sind aus dem einheimischen Iltis gezüchtet, welcher zur Familie der Marder gehört. Der Name Frettchen leitet sich wahrscheinlich vom Begriff „Pelztier“ ab. Bereits vor vielen Jahrhunderten wurde das Frettchen als Mäusejäger geschätzt und gehalten. Anfang der 80er Jahre hielten die Frettchen Einzug in unsere Haushalte und die Begeisterung für dieses Haustier steigerte sich zunehmend bis zum heutigen Tag. Ist das Frettchen das richtige Haustier Sie sollten bei der Anschaffung eines Frettchens berücksichtigen, dass die Tiere durchaus zehn Jahre alt werden können und Sie die Verantwortung für einen sehr aktiven Hausgenossen übernehmen. Ein Frettchen passt genau zu Ihnen, wenn Sie sich jeden Tag zwei Stunden Zeit nehmen, um mit dem Tier zu spielen und es zu beschäftigen. Außerdem müssen Sie über genügend Platz verfügen, da die Tiere ein großes Gehege und viel Auslauf benötigen. Das Frettchen ist für kleinere Kinder nicht unbedingt geeignet, aber mit ca. 13 Jahren können Ihre Kinder schon die Verantwortung für ein Frettchen tragen Haltung Frettchen sollten vorzugsweise zu zweit gehalten werden. Hierbei empfiehlt sich die Anschaffung eines Pärchens. Wenn Sie keinen Nachwuchs wünschen, müssen Sie die Tiere kastrieren lassen. Zwei Männchen kommen nur äußerst selten miteinander aus, weshalb sich diese Haltungsform nicht unbedingt empfiehlt. Zwei Weibchen kommen in der Regel gut miteinander aus, wenn Sie kastriert sind. Bei nichtkastrierten Weibchen könnte es ansonsten während der Paarungszeit zu Reibereien kommen. Das Heim für Ihr Frettchen Wenn Sie genügend Platz haben, sollten Sie das Frettchengehege möglichst groß anlegen. Eine Mindestgröße von 140 (Länge) x 70 (Breite) x 80 (Höhe) cm müssen Sie jedoch in jedem Fall einhalten. Ihr Frettchen benötigt viel Bewegung und somit müssen Sie neben einem großen Gehege auch für reichlich Freilauf sorgen. Für das Futter und Wasser gehören jeweils ein Napf in das Gehege. Wenn Sie mehrere Tiere halten, sollten Sie jedem Tier sein eigenes Futternapf-Set geben, damit es nicht auf Grund von Futterneid zu Streitereien kommen kann. Schwere Futternäpfe aus Ton eigenen sich weitaus besser als leichte Kunststoffnäpfe, da diese beim wilden Toben der Tiere ständig durch das Gehege geworfen würden. Den Boden des Geheges dürfen Sie bei Frettchen nicht mit Einstreu füllen, da dieses am Futter kleben bleiben würde und von den Tieren gefressen würde, was zu Erkrankungen führen könnte. Der Kunststoffboden des Geheges ist ein optimaler Untergrund zur Frettchenhaltung. Zum Schlafen und um sich zurückziehen zu können, benötigen Ihre Frettchen einen geeigneten Unterschlupf. Hierzu stellen Sie entweder ein entsprechend großes Holz-Schlafhäuschen in das Gehege oder Sie hängen ein Frettchen-Stoffzelt oder eine Hängematte im Gehege auf. Hier können sich die Frettchem zusammenrollen und ganz in Ruhe schlafen. Frettchen sind sehr reinlich und benutzen eine Toilette. Stellen Sie eine kleine Katzentoilette mit Katzenstreu in eine Ecke des Geheges und Ihre Frettchen werden diese gerne benutzen, was Ihnen auch einige Arbeit beim Reinigen des Geheges erspart. Spielzeug im Gehege Frettchen lieben Bewegung und Abwechslung. In Ihr Frettchengehege gehören also unbedingt Spielzeuge. Bieten Sie Ihren Tieren mittels Leitern, verschiedenen Ebenen usw. die Möglichkeit, sich ausgiebig auszutoben. Klettern, Springen und Rennen gehören zu den Leidenschaften Ihrer Frettchen. Bewegliche Spielzeuge, die Sie im Gehege aufhängen oder an den Wänden befestigen, sind eine optimale Ergänzung. Welches Futter ist das Richtige Sie sollten bei Ihren Frettchen immer feste Fütterungszeiten einhalten. Die Tiere gewöhnen sich sehr schnell an Ihre Mahlzeiten und warten schon immer darauf das Futter von Ihnen zu bekommen. Die natürliche Nahrungsgrundlage der Frettchen basiert auf fleischlicher Kost. Füttern Sie Ihr Frettchen dennoch nicht ausschließlich mit Fleisch, es würde davon krank werden. Besonders gut eignet sich Katzenfutter. Dieses kommt den Bedürfnissen der Frettchen sehr nahe. Außerdem bieten wir Ihnen auch spezielles Frettchenfutter an, das Sie sorglos verfüttern können. Einen besonderen Leckerbissen, der auf dem Speiseplan Ihres Frettchens nicht fehlen sollte, sind Früchte. Frettchen lieben süße Früchte wie zum Beispiel Bananen, Melonen, süße Äpfel und Birnen. Frisches Wasser können Sie entweder in einem Napf oder in einer Trinkflasche anbieten. Sie müssen darauf achten, dass immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht. Auslauf in Wohnung und Garten Ihr Frettchen benötigt täglich Auslauf. Damit es sicher in Ihrer Wohnung herumtoben kann, müssen Sie darauf achten, dass Ihre Wohnung „frettchensicher“ ist. Achten Sie darauf, dass sie nicht aus der Wohnung ausbrechen können und sich nicht verletzen können. Sichern Sie Fenster, Balkon und Treppen, damit Ihre Frettchen nicht stürzen können. Auch heiße Herdplatten stellen eine Gefahr dar. Sichern Sie alle möglichen Gefahrenquellen ab und dem Freilauf in der Wohnung steht nun nichts mehr im Wege. Auch der Freilauf im Garten ist für Ihre Frettchen eine willkommene Abwechslung. Achten Sie darauf, dass das Frettchen nicht ausbricht und zäunen Sie ein weiträumiges Gelände für den Gartenfreilauf ein. Spaziergänge Mit Ihrem zahmen Frettchen können Sie draußen spazieren gehen. Legen Sie dem Frettchen ein Geschirr und eine Leine an und einem Spaziergang steht nichts im Wege. Optimal ist es, wenn Sie Ihr Frettchen bereits als Jungtier an Geschirr und Leine gewöhnen. |
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